Du kleine Dielenfee komm mit zum 5 Uhr Tee, o.J.

op. 55
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Ort
Jahr
k.A.
Verlags-Nr.
k.A.
Anmerkungen
Intermezzo mit Opuszahl / Rückseite Verlagswerbung

Infos/Kommentar

Denkt man an die 1920er-Jahre, dann verbindet man mit 5 Uhr Tee ein Tanzvergnügen im Caféhaus. Ursprünglich hatte der 5 Uhr Tee aber nichts mit körperlicher Bewegung zur Musik zu tun. Ganz im Gegenteil: Zur Tea-Time wurde in gehobenen Kreisen ein Sandwich oder Gebäck zu einer Tasse Tee gereicht, eine „Erfindung“ des britischen Adels im 19. Jahrhundert. Dieses Ritual wurde schon bald auch in bürgerlichen Kreisen gepflegt. Aus diesen „Privatpartys“ entwickelte sich der Tanztee in Cafés und anderen Lokalitäten als eine Art Partnerbörse zum Kennenlernen.

Nach dem Ersten Weltkrieg schossen die Tanz-Etablissements wie Pilze aus dem Boden. Ging es in einigen Lokalitäten sehr wild und ausgelassen zu, so gehörte der Tanztee im Café am Sonntagnachmittag eher zu den gesitteten Veranstaltungen.

In Schlagertexten der 20er-Jahre wurde der Tanztee selbst zum Thema. Dabei ging es fast immer um das Anbahnen von Kontakten, die Veranstaltung selbst bleibt Mittel zum Zweck. Und es ist egal, ob dazu eine Tanzkapelle spielt, ein Grammophon erklingt oder eben nur ein elektrisches Klavier leise klimpert.

Du kleine Dielenfee 01 Signatur Römer Hbg
Signatur Römer Hbg.

Das Titelblatt von Römer Hbg. ist sehr ansprechend. Das Paar wird wirkungsvoll zentral auf dem roten ovalen Feld in Szene gesetzt. Die Informationen sind gut und schnell zu erfassen. Lediglich der kleine Geiger neben dem Flügel macht den Eindruck, als wolle er seine Geige zersägen.

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Notenblatt