
Hatte der Hamburger August Cranz Verlag die Wiener Walzer an die Elbe geholt, indem er sich 1876 die Rechte von der Verlags- und Kunsthandlung C.A. Spiena in Wien übertragen ließ, so wollte ein anderer Hamburger Verlag auch auf der Walzer-Welle mitschwimmen. Um 1890 brachte der Verlag Hugo Thiemer die Geschichten aus dem Sachsenwald heraus. Componiert und Ihrer Durchlaucht der Fürstin von Bismarck ehrfurchtsvoll gewidmet von Oscar Fetrás. Was den einen sein Wienerwald westlich von Wien war des anderen sein Sachsenwald östlich von Hamburg. Otto von Bismarck hatte den Sachsenwald 1871 von Kaiser Wilhelm I. geschenkt bekommen.
Der Komponist Fetrás, ein waschechter Norddeutscher, war bereits 1888 durch einen Walzer aufgefallen: Mondnacht auf der Alster, op. 60, sein wohl bekanntestes Werk. Wie aus der Verlagsanzeige auf der Rückseite dieser Klavierausgabe zu ersehen ist, hat Fetrás eine bunte Reihe an Walzern, Quadrillen, Lanciers [Sonderform der Quadrille], Märschen, Polkas und Potpourris bei Thieme in Hamburg veröffentlicht.
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