Paganini – Gern hab ich die Frau´n geküßt (2), 1925

bezeichnet als
Musik von
Titelblatt von
Ort
Jahr
1925
Verlags-Nr.
C. V. 119
Anmerkungen
Gewidmet Richard Tauber

Infos/Kommentar

Diese Ausgabe des Liedes Gern hab ich die Frau´n geküßt aus der Lehár-Operette Paganini zeigt ein Foto des geigenden Startenors Richard Tauber. Im Gegensatz zum Titelblatt von Gabor von Ferenchich wirkt das Foto eher bieder, als Teufelsgeiger ist der Operetten-Paganini wenig überzeugend.

Lehár hat das Lied Gern hab ich die Frau´n geküßt Richard Tauber gewidmet, mit dem er eng befreundet war. Über den Noten steht: Meinem lieben Freunde, Kammersänger Richard Tauber, in herzlicher Dankbarkeit zugeeignet. Bei der Premiere 1925 in Wien wurde die Hauptrolle des Paganini noch vom Tenor Carl Clewing gesungen. Erst drei Monate später, Anfang 1926, bei der Inszenierung in Berlin kam Tauber zum Einsatz. Vermutlich ist das Titelblatt nach der Berliner Aufführung ausgewechselt worden, weil der Verlag von der Werbewirksamkeit des populären Darstellers profitieren wollte.

Beide Ausgaben hab die gleiche Verlagsnummer. Sie unterscheiden sich neben dem Titel auch in den Rückseiten. Bei der Ausgabe mit dem Foto werden keine Lehar-Titel beworben, sondern für aktuelle Schlager und Tänze. Neben Shimmy, Jazzband-Shimmy und Tango Milonga ist die letzte Nummer der Musikproben etwas Besonderes: Ein Tanzlied in Esperanto (Esperanta Danckanto). Der unterlegte Text der Probetakte lautet De Narvik ĝis Otranto, regas ja Esperanto. Do kia peno restas? Alia, alia ĉio estas.  Übersetzt heißt das: Von Narvik bis Otranto herrscht Esperanto. Welcher Aufwand bleibt also übrig? Alles ist anders, alles ist anders.

1925 Paganini Musikprobe Esperanto
Paganini-Rückseite, Musikprobe in Esperanto

HB
Gern hab ich die Frau´n geküßt, Aufnahme mit Richard Tauber und Franz Lehár am Klavier.

PDF
Rückseite mit Musikproben