Die hier abgebildeten Anzeigen dienen rein wissenschaftlichen Zwecken zur Dokumentation des Themas „Musik in der Printwerbung“.

Zum 200. Geburtstag brachte die Deutsche Bundespost 1970 eine Beethoven-Briefmarke heraus. Die Anzeige aus dem Jahre 1973 richtete sich an die Sammler.

Aufmerksam wird man bei der Anzeige durch die Beethoven-Büste im oberen Drittel der Anzeige. Das ist der Beethoven, wie man ihn kennt. Beethoven, das ist doch der Komponist, der zwei Sinfonien geschrieben hat, die 5te und die 9te. Also leitet die Überschrift „Beethovens 5te zum Sammeln“ über zum eigentlichen Anliegen der Deutschen Bundespost: Man will neue Kunden für das Sammeln von Briefmarken über die Versandstelle für Sammlermarken gewinnen. Die kleine 10 Pfennig-Marke spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Den Briefmarken-Beethoven würde auch kaum jemand erkennen.
Übrigens …
… ist Beethoven einer der bekanntesten Komponisten und deshalb auch als Werbeträger gern genommen. In Bonn kann man es sich mittlerweile sogar leisten, auf die Vokale im Namen der Werbefigur Beethoven zu verzichten. Mit dem 250. Geburtstag wurde von der Bonn-Werbung BTHVN zum Leben erweckt. Am Bundesbüdchen ist man noch konventionell bei Beethoven geblieben, eingebettet in drei weitere B-Wörter: Bild, Beethoven, Bonn, Bundesliga.
