Carnevale di Venezia, Lied und Variationen

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Quelle
k.A.
Herkunft Region

Zeitl. Einordnung

1600 -1700
Aspekte
Personen

Infos/Beschreibung

Die Melodie des Kinderliedes Mein Hut, der hat drei Ecken ist ursprünglich ein italienisches Volkslied. Vermutlich stammt die Canzonetta O cara mamma mia aus dem 17. Jahrhundert. Durch den 6/8-Takt erhält die Melodie einen wiegenden Charakter, die Gleichmäßigkeit der Bewegung wird durch nichts gestört.

Carnevale di Venezia (Melodie mit einfacher Begleitung)

Carnevale di Venezia

Nicoló Paganini nahm das Lied als Ausgangspunkt für Variationen und zeigt, was man aus diesen schlichten acht Takten alles machen kann. Wie viele Variationen er über die italienische Canzonetta geschrieben hat, darüber gehen die Angaben auseinander. Einige sprechen von zwölf, andere von zwanzig. Oft ist nicht klar, was Original Paganini und was Bearbeitung eines Interpreten ist. Zusätzlich gibt es Komponisten, die Variationen für Klavier, Gitarre oder andere Instrumente über die Paganini-Variationen geschrieben haben. Insgesamt ein Fass ohne Boden.

Ausgangspunkt ist der monotone Wechsel von zwei Takten Tonika und zwei Takten Dominante. Das lässt kaum Spielraum für großartige harmonische Experimente. Der Reiz bei den Paganini-Variationen liegt in immer neuen virtuosen Kabinettstückchen auf der Violine, die von Variation zu Variation im Schwierigkeitsgrad gesteigert werden. Schnelle Läufe, Doppelgriffe, Flageolett-Passagen, gezupft und gestrichen. Für das Publikum grenzte es an Zauberei, wenn gezupfte und gestrichene Töne auf einer Geige sogar gleichzeitig erklingen. Da die rechte Hand den Bogen hält, müssen die Saiten mit der linken Griffhand gezupft werden.

Paganini gezupft und gestrichen
Paganini-Variation, gleichzeitig pizzicato und arco

HB
– Paganini-Variationen Carnevale di Venezia mit Vadim Rapin
– Paganini-Variationen Carnevale di Venezia mit David Garrett
–
Chopin: Souvenir de Paganini mit Vladimir Ashkenazy