
Die Humoristen und Komiker waren ein eigenes Völkchen. Manche, wie z. B. Karl Valentin, wirkten allein durch ihre Erscheinung komisch. Wer berufsmäßig dauerhaft komisch sein wollte und sollte, konnte schnell ins Alberne abrutschen. Viele Couplets hatten 10 und mehr Strophen, da war es schon nicht leicht, ein gewisses Niveau zu halten. Manche Nummern waren geistreich und hintergründig, andere vordergründig und geistlos – und leider auch oft nur platt und zotig.

Manche reisende Vortragskünstler, die in Varietés auftraten, waren gefeierte Stars. Deshalb waren sie auch als Werbeträger gut einsetzbar mit Fotos auf Titelblättern der Notenausgaben von Couplets. Hier ist es Frank Bergmann, der Interpret des Paul-Preil-Couplets Ohne Hose ohne Weste, ohne Rock. Der Leipziger Komponist Paul Preil war auch selbst als Humorist im Lande unterwegs, er kannte die Reaktionen des Publikums sehr genau.
Der Musik- und Theaterverlag Conrad Glaser in Leipzig zählte wie der Verlag Otto Teich (ebenfalls Leipzig) und G.Danner in Mühlhausen zu den Spezialverlagen für Couplets und Humoristische Szenen. Unter den Noten bzw. Textblättern konnte man oft den Hinweis lesen: Berufshumoristen und Sängerinnen haben das öffentliche Aufführungsrecht vom Autor zu erwerben.
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