Zeitl. Einordnung
Notenausgabe aus dem Verlag von F.E.C. Leukart, Leipzig, vermutlich um 1914.
Hier: Ausgabe für Pianoforte zu zwei Händen, frei bearbeitet von Eduard Kremser.
Diese Ausgabe des Dankgebets ist weniger wegen des Klavier-Arrangements von Eduard Kremser von Interesse, sondern wegen der Angaben auf dem Titelblatt. Diese zeigen, wie man ein Dankgebet nach einer Schlacht auch 200 Jahre später noch nach allen der Regeln der Kunst kommerziell ausschlachten kann. Der Verlag bietet mehr als zwanzig unterschiedliche Besetzungen an: für Männer-, Frauen- und gemischte Chöre, mit und ohne Klavierbegleitung, für 2 und 4 Hände, mit und ohne Text, leicht gesetzte Fassungen, für Orgel, Harmonium, Violine, Cello, Gitarre, Zither, Infanteriemusik, Kavalleriemusik, Jäger-Musik, Blas- und Salonorchester. Allein die Anzahl der verschiedenen Bearbeiter ist beeindruckend, sechs sind namentlich aufgeführt: Eduard Kremser, F. Gustav Jansen, Carl Wolfram, Paul Klengel, Julius Klengel, Oscar Messner.
Eine Ausgabe zum kirchlichen Gebrauche wird gesondert hervorgehoben. Dazu heißt es: Text hierzu umgedichtet von Joseph Weyl. Der Wiener Poet Weyl ist heute noch in Erinnerung durch den Text zum Donauwalzer von Johann Strauß.

Das Lied steht auch in einer Beilage der Wacht im Westen, einer Kriegszeitung aus dem Ersten Weltkrieg.
HB
– Altniederländisches Dankgebet mit der Berliner Liedertafel, Bariton-Solo und Orgel-Begleitung
– Orchesterfassung mit Cello-Solo