Drosselhof Liederheft, um 1935

Historischer alter Drosselhof. Gegründet 1727
Werbung Gastronomie
Autoren/ Hg.
weitere Personen
Verlag
Jahr
um
1935
Format
Rücken 10 – 15 cm

Infos/Kommentar

Ein weiteres Beispiel für die Rüdesheimer Drosselgassen-Wein-Liederhefte ist dieses Exemplar, vermutlich aus der ersten Hälfte der 1930er-Jahre. Auf der Titelseite steht:

Historischer alter Drosselhof. Gegründet 1727.
Weltberühmt durch das Lied Zu Rüdesheim in der Drosselgaß
Besitzer: [Hans] Frey und Bayer. Telefon: 288

Auf S. 1 werden die besonderen Gäste des Hauses aus den frühen Jahren aufgeführt: … Bismarck, Freiligrath, Wilhelm II., Ludendorff, Prinz Eitel Friedrich, sowie alle Prinzen des Hauses Hohenzollern während ihrer Borussenzeit in Bonn, ebenso der berühmte Königsberger Rezitator Robert Johannes u.a.m.

In dem Liederheft lag eine Quittung vom Hotel und Badhaus „weiße Lilien“ / Bender in Wiesbaden vom 30.8.1935. Auf dieser Quittung sieht man einen runden braunen Fleck, der von einer Schallfolie auf einer Phono-Postkarte vom historischen alten Drosselhof stammt. Mit der Schallfolie konnte man sich das Hauslied Zu Rüdesheim in er Drosselgaß mit einem Plattenspieler anhören. Spielbar mit jeder Nadel auf jedem Apparat. Produziert ist die Schallfolie vom Singola-Schallplattenvertrieb, vertrieben wurde die Karte vom Verlag Marxen in Mainz, der auch für den Tourismus andere Rheinlieder in gleicher Weise in Postkartenform herausgebracht hat. Phono-Postkarten gab es schon zu Beginn der 1930er-Jahre, allerdings in sehr geringer Zahl.

HB
Einen Eindruck von dem Königsberger Humoristen Robert Johannes (1846-1924) bekommt man durch eine Schellackplatte, auf der er seine Schmonzette Königsberger Klops persönlich vorträgt.

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