Zeitl. Einordnung
Ein 20-jähriger junger Mann, Reinhold Limberg, schrieb 1947 des FdJ-Lied Jugend erwach!, auch unter dem Titel Bau auf, bau auf bekannt. Zurückgekehrt aus der Kriegsgefangenschaft glaubte er an eine bessere Zukunft und die aktive Rolle der Freien deutschen Jugend: Deutsche Jugend pack an, brich dir selber die Bahn, für Frieden, Freiheit und Recht, keinen Zwang und kein Drill der eigene Will ´bestimme dein Leben fortan. Blicke frei in das Licht, das dir niemals gebricht. Deutsche Jugend, steh deinen Mann.
Der hier vorliegende Text und zusätzliche weitere hand- und maschinengeschriebene Texte lagen zusammengefaltet in dem 1946 erschienenen Liederbuch der deutschen Jugend. Aufgeschrieben von Jutta Schrader aus der Klasse 4, ohne weitere Angaben.
Die FdJ-Hymne Jugend erwach! gehörte zu den meist gesungenen Liedern der FdJ, sie wurde auch in zahlreichen Filmen eingesetzt. Einzelne Aufnahmen, die im Internet kursieren, sind mit Bildern von SED-Parteitagen, Massenaufmärschen, Fackelumzügen, Spruchbändern mit Propaganda und Plakaten mit Stalin- und Thälmann-Porträts unterlegt. Angesichts solcher Bilder kommen Zweifel auf, ob das wirklich eine neue Zeit war. Die gleichen Mittel, die gleichen Rituale dienten wenige Jahre zuvor noch anderen Akteuren für ihre Propagandainszenierungen. Aber Honecker (Rede zur FdJ) war vom richtigen Weg überzeugt: Denn nur der Sozialismus gibt der Jugend … eine Zukunft, in der sich lohnt zu leben und zu kämpfen.
HB/Video
– Jugend erwach! (Bau auf, bau auf)
– Rede von Erich Honecker zur FdJ
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Maschinen- und handgeschriebene Texte, die ins Liederbuch eingelgt waren
– Komm, lieber Weihnachtsmann,
– Guten Abend, schön Abend,
– Vom Himmel fällt ein weisses Kleid,
– Bimmelt was die Strasse entlang,
– Nun knetet den Teig,
– Weihnachtszeit kommt nun heran,
– Meine Puppen sind verschwunden.