Mylady – One-Step, 1926

Ein Musikgenie schrieb die Melodie
Musik von
bearbeitet von
Quelle
Zum 5 Uhr Tee, Bd. 8, S. 42/43
Herkunft Region

Zeitl. Einordnung

1918 – 1933
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Infos/Beschreibung

Quelle: Zum 5 Uhr Tee, Band VIII, S. 42/43.

Ein Schlager aus dem Jahre 1926, der sich um einen Schlager-Ohrwurm dreht.

Ein Musikgenie schrieb die Melodie,
die er seiner Liebsten sandte und Mylady benannte.
Erst da lacht sie bloß, dann fand sie´s famos,
und jetzt wird sie´s nicht mehr los:

„Mylady, Mylady“, dies Schlagerlied jetzt alle Welt durchzieht.
Nichts als „Mylady, Mylady“ klingt´s überall in jedem Nachtlokal,
es spielt „Mylady, Mylady“ Orchestrion und Jazz und Grammophon,
die Regimentsmusik übt das Paradestück
und ein gemischter Chor trägt es als Ständchen vor!

Jeder Posaunist, jeder Hahn im Mist,
selbst Paul Whiteman mit der Bande trägt das Lied durch die Lande,
auf der Grttenbahn spielt´s der Werkelmann,
weil er nichts andres kann:

„Mylady, Mylady“ das paukt sich schnell in jedes Trommelfell
und nur „Mylady, Mylady!“
Genug mit dem verdammten Gefidel, ich kann´s nicht mehr hören das Liedel,
Selbst am Spielplatz sagt der kleine Edi schon zu jedem süßen, kleinen Mädi:
„Mylady, Mylady“

Die Texter Karl Farkas und Fritz Grünbaum waren ein eingespieltes Team sowohl auf der Wiener Kabarett-Bühne als auch beim Verfassen von Texten. Noch am Tag des Einmarsches der Deutschen nach Österreich (am 10.3.1938) standen die beiden gemeinsam auf der Bühne. Farkas gelang die Flucht vor den Nazis, er überlebte in den USA. Grünbaum wurde von den Nazis nach Dachau verschleppt, wo er 1941 starb. Der Komponist Benatzky emigrierte 1940 in die USA.

HB
Die Tonqualität der Aufnahme mit Jacques Rotter ist nicht sehr gut.

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Noten