Nun leb wohl, du kleine Gasse (Chorfassung), 1833

Nun leb wohl, du kleine Gasse
Musik von
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Quelle
Chorsammlung des Deutschen Arbeiter-Sängerbundes
Herkunft Region

Zeitl. Einordnung

1800 – 1900
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Infos/Beschreibung

Den Text Nun leb wohl, du kleine Gasse schrieb Albert Graf Schlippenbach 1833, also nicht während (wie immer wieder behauptet), sondern nach seiner Studentenzeit. Während seines Studiums begann er zu dichten. Seine beiden bekanntesten Liedtexte sind Ein Heller und ein Batzen und Nun leb wohl, du kleine Gasse.

Nun leb wohl du kleine Gasse Paul Hey
Volksliedkarte Nr. 47 von Paul Hey: Nun leb wohl, du kleine Gasse, gelaufen am 2.11.1921

Der Chorsatz wurde unter dem Titel In der Ferne veröffentlicht.

Nun leb wohl, du kleine Gasse,
nun ade, du stilles Dach!
Vater, Mutter, sah’n mir traurig
und die Liebste sah mir nach.

Hier in weiter, weiter Ferne,
wie’s mich nach der Heimat zieht!
Lustig singen die Gesellen,
doch es ist ein falsches Lied.

Andre Städtchen kommen freilich,
andere Mädchen zu Gesicht;
ach, wohl sind es andere Mädchen,
doch die eine ist es nicht.

Andre Städtchen, andere Mädchen,
ich da mitten drin so stumm!
Andre Mädchen, andere Städtchen,
o wie gerne kehrt ich um.

In der Chorsammlung des Deutschen Arbeiter-Sängerbundes, in dem der Satz auf S. 718 zu finden ist, wird das Lied euphorisch kommentiert:

Muß wohl „d a s“ Abschiedslied aus unserem ganzen Volksliedbesitz genannt werden. Von allen Stücken, die ihm in Inhalt und Stimmung ähnlich sind, nur zu vergleichen mit „Muß i denn“. Daran ist zu ermessen, was uns Dichter und Komponist mit diesem Kleinod geschenkt haben. – Aus der längst entschwundenen Zeit des „wandernden Gesellen“ klingt hier eine Stimmung nach, die für alle Zeiten tief im deutschen Gemüt wurzelt. (S. 825)

HB
Nun leb wohl, du kleine Gasse, gesungen vom Silcher-Chor Stuttgart