
Das Exemplar ist mehrfach mit Tesafilm zusammengeklebt worden, was auf einen regen Gebrauch schließen lässt. Der Band enthält 45 ausgewählte deutsche Rheinlieder, zu denen Hermann Krome Klaviersätze geschrieben hat. Der Band ist illustriert von F. [Franz] Stassen [1], teilweise mit ganzseitigen Bildern. Stassen hatte als Buchillustrator angefangen und auch zahlreiche Postkarten entworfen.
Im Vorwort versucht der Schriftsteller Wilhelm Schmidtbonn [2] zu ergründen, warum am Rhein so viel gesungen wird „wie nirgendwo auf dieser Erdkugel“. Es ist dieses „… urewige, geheimnisvolle Dahinrinnen der Wasserflut, die sich immer wieder erneuert und immer dieselbe bleibt, was den Rheinländer so seltsam überwältigt, daß er dann, wann er am glücklichsten ist, die traurigsten Lieder singen muß.“

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Vorwort von Wilhelm Schmidtbonn und Inhaltsverzeichnis
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[1] Der Illustrator Franz Stassen (1869-1949) hat sich vor allem einen Namen mit Buchillustrationen, Postkarten und Sammelbildern für den Schokoladenfabrikanten Stollwerk gemacht. Er pflegte engen Kontakt zu den Bayreuther Kreisen um Siefried Wagner und schuf zahlreiche Werke mit Motiven aus der germanischen Mythologie und Sagenwelt (siehe Ansichtskarte Krimhild). Politisch unterstütze er die Deutnationale Volkspartei, für die er auch Postkarten gestaltete. Auf einer dieser Karten „Verzage nicht du Häuflein klein“ steht:
Deutschnationale Volkspartei. Erwacht! Die Schicksalsstunde naht! Nun heißt es: „Seid bereit!“ Es geht um´s Ganze! Preußen ruft. Es ist die höchste Zeit. (…) Helft retten, was zu retten ist! Losung: Deutschnational!
1930 trat Stassen in die NSPAP ein. Für Hitler schuf er mehrere Auftragswerke.
[2] Anfang 1924 wurde die Wilhelm-Schmidtbonn-Straße in Düsseldorf wegen der Nähe des Schriftstellers zu den Nationalsozialisten in Erika-Mann-Straße umbenannt.