
Die beliebten Stimmungslieder sind in einer Ausgabe C für chromatisches Akkordeon gesetzt.
Der Begriff Allotria (1) ist heute weitgehend unbekannt. Die alten Griechen verstanden darunter die Ablenkung vom Wesentlichen, also die leichte Kost, die Unterhaltung mit wenig Tiefgang. Verbreitet – vor allem im süddeutschen Raum – ist der abgeleitete Begriff Hallodri für einen Bruder Leichtfuß, dem es in erster Linie um Spaß geht.
Der Untertitel Beliebte Stimmungslieder fasst zusammen, was im Einzelnen mit Walzerlied, Trinklied, Trinkliedermarsch, Trink- und Schunkellied, Stimmungswalzer, Stimmungslieder-Folge, Bierwalzer, Rheinischer Foxtrott, Marsch bezeichnet wird.
Und dass es beim Trinken nicht um klares Wasser geht, muss nicht extra betont werden. Wenn das so weitergeht, ein Vierteljahr, hab´n wir Delirium, Halleluja. (Trinkliedermarsch Drum Brüder, wir trinken noch eins!, S. 11)
(1) Mit dem Begriff Allotria verbinden Kenner der Varietégeschichte auch einen Laden auf der Reeperbahn in Hamburg, in dem ab 1926 Weltstars wie Josephine Baker aufgetreten sind. Damals hieß das Varieté noch Alkazar. Die Umbenennung in Allotria geschah 1936 auf Betreiben der Nazis, die zuvor den Chef des Hauses, Arthur Wittkowski, durch einen linientreuen Nazi ersetzt hatten. Der unverfängliche spanische Begriff Alkazar (Festung, Schloss) war den Nazis ein Dorn im Auge, weil er an die Niederlage der Franko-Faschisten beim Kampf um das Alkazar von Toledo erinnerte.
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