
Über 100 Kanons auf 88 Seiten. Gemeinschaftsausgabe vom Voggenreiter Verlag und vom Möseler Verlag.
Schon einzelne Punkte der Gliederung der Sammlung deuten auf die Nähe zu Jugendbewegung, Wandervogel, Bündische Jugend und Pfadfindertum hin.
Die Kanonsammlung ist mit dem Attribut lustig versehen, was ein Licht auf den Humor der frühen 1950er-Jahre wirft. Die meisten kurzen Texte sind weder lustig noch traurig, sondern einfach nur kurze Aussagen (Es knurrt der Magen fürchterlich: Kohldampf, Kohldampf!) oder belanglose Wortspiele (Auf dem Tische ein Gemische Räucherfische). Es werden aber auch in ein, zwei Sätzen Ratschläge, Haltungen, Lebensweisheiten und Weltanschauungen vermittelt, was bei Kanons ja häufig der Fall ist.
Der Satz Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder (Kanon auf S. 15) ist auf S. 44 noch einmal in abgewandelter Form in einem Kanon von Hans Lang aufgegriffen: Wo man raucht, da kannst du ruhig harren: böse Menschen haben nie Zigarren. Für das Rauchen finden sich gleich vier Kanons. Im Kanon Blauer Dunst von Ludwig Schuster (Text) und Walter Rein (Melodie) heißt es: Kein Tröster braucht, wer Tabak raucht, die Sorgen werden leicht verdaut, wenn man dem blauen Rauch nachschaut.
Der kürzeste Kanon Kamerad Sauf von Karl Schüler ist vier Takte lang: Heiß war der Kampf und der Tag war schwül, sauft Kameraden, die Nacht wird kühl.
Das Titelblatt und die Illustrationen im Innenteil stammen von Heiner Rotfuchs, der auch die Zeichnungen zu der bekannten Sammlung Der Kilometerstein geliefert hat (Annonce auf S. 86).
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– Innentitel
– Beispielseiten zum Thema Rauchen