Deutscher Liederhort
Auswahl
der vorzüglicheren
Deutschen Volkslieder,
nach Wort und Weise aus der Vorzeit und Gegenwart
gesammelt und erläutert
von
Ludwig Erk.
Nach Erk’s handschriftem Nachlasse und auf Grund eigener Sammlung
neubearbeitet und fortgesetzt
von
Franz M. Böhme.
Erster Band.
1972 erschien die dreibändige Ausgabe des Deutschen Liederhorts – kurz nur Erk/Böhme genannt – als Reprint bei Olms in Hildesheim. Es handelt sich um einen Nachdruck der Ausgabe von 1893 mit einem Vorwort von Franz Magnus Böhme vom Herbst 1892. Alle drei Bände umfassen 2376 Seiten. Eine Wahnsinnsarbeit mit über 2000 gesammelten Liedern, versehen mit z. T. ausführlichen Kommentaren zur Herkunft der Lieder, mit unzähligen Varianten und ausführlichen Quellenangaben.
Den Grundstock des opulenten Werkes hat Ludwig Erk (1807-1883) mit seiner handschriftlichen Sammlung gelegt. Ein erster Band erschien 1856. Die Sammlung von Erk gelangte später in den Besitz der Berliner Königlichen Hochschule für Musik. Das Preußische Kultusministerium beauftragte den Musiker und Volksliedforscher Franz Magnus Böhme (1827-1898) mit der Sichtung, Fortsetzung und Herausgabe des Nachlasses von Erk.
Böhme, der auch leidenschaftlicher Volksliedsammler war, hinterließ insgesamt über 16 000 [!] Lieder, darunter auch eigene Kompositionen. Diese lagern heute in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden.
Im Vorwort aus dem Jahre 1892 setzt sich Böhme mit unterschiedlichen Möglichkeiten der Ordnung von Volksliedern auseinander. Eine Klassifizierung nach Jahrhunderten verwirft er mit der schönen Bemerkung: wobei das heterogenste Zeug nebeneinander zu stehen käme.
Am sinnvollsten sei es, Volkslieder nach ihrem Inhalte und ihrer Zusammengehörigkeit zu ordnen. Daraus ergibt sich folgender Aufbau:
1. Sagenlieder (Balladen)
Ein weiterer Aspekt, der im Vorwort eine zentrale Rolle spielt, ist die qualitative Auswahl der Lieder.
Sachregister und Inhaltsverzeichnis Bd. 1-3 befinden sich am Ende von Band 3.
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Vorwort von Franz Magnus Böhme, Herbst 1892