Finkensteiner Liederbuch. Erster bis fünfter Band der Finkensteiner Blätter. Für Jugend und Volk herausgegeben von Walther Hensel, Vierte Auflage, Bärenreiter 260, Kassel 1928
Jeweils fünf Jahrgänge wurden zu Liederbüchern zusammengefasst. Die Finkensteiner Liederbücher haben (ebenso wie die Finkensteiner Blätter) das für Liederbücher seltene Querformat.
Walther Hensel gilt neben Hans Breuer und Fritz Jöde als einer der exponiertesten Vertreter der Jugendmusikbewegung. Sein Name ist eng verbunden mit der Gründung des Finkensteiner Bundes, benannt nach einem kleinen Ort in der Nähe von Mährisch Trübau im Sudetenland. Dort fand 1923 die erste Finkensteiner Singwoche statt. Ab diesem Jahr erschienen in jährlicher Folge die Finkensteiner Blätter. Mit der Ausgabe des ersten Liederhefts ging auch der neu gegründete Bärenreiter-Verlag an den Start. Verleger Karl Vötterle war Teilnehmer an Hensels Singwochen.
Hensel sieht sich und seine Funktion als Volkserzieher. Im Schlusswort spricht er von „volkserzieherischer Kleinarbeit“, das Ergebnis sei ein „Erziehungs- und Nachschlagewerk“.
Sein Resümee im Schlußwort: Somit haben wir jenem einzigartigen Erlebnis, das vor fünf Jahren in dem deutschmährischen Heimatwalde unsere Herzen ergriffen und darüber hinaus einen mächtigen Brand in allen deutschen Gauen entfacht hat, eine dauernde Erinnerung gegeben.

Siehe auch Band 2.
Mehr zu Hensels Wirken siehe unter Das Aufrecht Fähnlein.
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