
Vier kleine Hefte mit insgesamt 100 Kampf- und Volkslieder sind Anfang der 1950er-Jahre vom Wiener Stern-Verlag herausgebracht worden. Der Titel des 1. Heftes lautet: Brüder, zur Sonne. Lieder vom Kampf und vom Sieg des Volkes. Die Seiten der vier Hefte sind durchgehend nummeriert.
Heft 2 beginnt mit S. 68 und dem Lied Wenn wir schreiten Seit´ an Seit´, das diesem Heft den Titel gegeben hat. Das Vorwort ist von Heft 1 übernommen.
Der Inhalt von Heft 2 besteht neben den „klassischen“ Arbeiterliedern, Liedern aus den Konzentrationslagern und aus dem Spanischen Bürgerkrieg auch aus neuen Liedern aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, wie z. B.:
– Das Lied von der roten Fahne (Erich Weinert / Marcel Rubin, 1947) und
– Das Lied der Partei (Fritze Jensen / Marcel Rubin, 1951).
Rubin hatte 1941 auch den Text zu Jura Soyfers Dachau-Lied vertont. Als die Nazis 1938 in Österreich einmarschierten, verließ der österreichische Jude Rubin sein Land. Er überlebte die NS-Zeit in Mexiko und kehrte erst 1947 zurück. Aus der Kommunistischen Partei Österreichs trat er 1969 aus Protest gegen den Einmarsch der sowjetischen Truppen in Prag aus.
Der Wiener Stern-Verlag war auf Bücher, vornehmlich zum Marxismus-Leninismus und zur Sowjetunion spezialisiert.
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