Die hier abgebildeten Anzeigen dienen rein wissenschaftlichen Zwecken zur Dokumentation des Themas „Musik in der Printwerbung“.
Bei der Anzeige fragt man sich als erstes: Ist er es wirklich oder ist es nur ein ähnlich zurechtgemachtes Double? Keith Richards als Werbebotschafter für Luxuskoffer von Louis Vuitton? Wie passt das zusammen?
Über die weltweite Kampagne mit der Rock-Legende Richards wurde 2008 viel in der Presse berichtet, was schon ein Teilerfolg auf dem Weg zur Aufmerksamkeit war. Das rief natürlich auch Kritiker auf den Plan. So konnte man in der Taz lesen: „Oh weia: Keith Richards macht Werbung für die Edel-Koffer von Louis Vuitton. Was ist aus dem Rebellentum der Beat-Generation geworden? (…) Früher hätte er das Hotelzimmer zerlegt. Heute passt er irgendwie genau hinein. Genauso wie das Porzellanteekännchen sich zu seinem Totenkopfschal fügt.“
Andere zitierten die Kommunikationsabteilung von Louis Vuitton: „Keith Richards muss man nicht vorstellen. Er ist weltberühmt, eine lebende Legende und Quelle der Inspiration für Millionen von Menschen. Wir fühlen uns geehrt, dass er sich bereiterklärt hat, nach Michail Gorbatschow, Catherine Deneuve, Steffi Graf und Andre Agassi Louis Vuitton zu repräsentieren. Es ist übrigens das erste Mal, dass Keith Richards in einer Werbekampagne zu sehen ist.“
Zur Medien-Inszenierung gehörte auch die Starfotografin Annie Leibovitz, die mit ihren Fotos für das Magazin Rolling Stone berühmt geworden war, bevor sie dann für Vanity Fair und Vogue arbeitete.
Der Anzeigentext lautet:
„Es gibt Reisen, die sich nicht in Worte fassen lassen. New York. 3 Uhr morgens. Blues in C-Dur“.
Und ganz klein gedruckt: Keith Richards und Louis Vuitton unterstützen The Climate Projekt. Dass es sich um ein Projekt von Al Gore handelte, konnten man wiederum der Presse entnehmen.
Video
Fotoshooting mit Annie Leibovitz