Spruch – rausposaunen, 2008

Marke
Produktgruppe
Fundstelle
Anzeige hallo Sonntag, 24.2.2008
Quelle
Musik in der Printwerbung – Sammlung Engel
Jahr
2008
Anmerkungen
Da steckt Musik drin!

Die hier abgebildeten Anzeigen dienen rein wissenschaftlichen Zwecken zur Dokumentation des Themas „Musik in der Printwerbung“.

Infos/Kommentar

SOLCHE PREISE MUSS MAN RAUSPOSAUNEN
Hol´ab! feiert Geburtstag und gibt einen aus!

Sie schallt, die Posaun gehört nach dem Hallelujah zu den bekanntesten Nummern aus Händels Oratorium Der Messias. Wenn man so will, frühe Beispiele geistlicher Popmusik. Die Posaune ist schon in der Bibel als Verkündigungsinstrument im Einsatz gewesen.

Sie schallt, die Posaun, und die Toten erstehn unverweslich, und wir werden verwandelt.

Zwar war es bei Händel ursprünglich nur eine Trompete, die das Startsignal zur Auferstehung der Toten gegeben hat (The trumpet shall sound) – und in der Tat spielt die Trompete in dieser Arie auch musikalisch die erste Geige – aber eine Posaune hat wohl mehr Power. Egal, ob Trompete oder Posaune, Hauptsache laut und Blech.

Fanfaren, Trompeten und Posaunen hatten wegen ihrer Durchsetzungskraft immer zu den bevorzugten Signalinstrumenten gehört. Bis ins 20. Jahrhundert spielten sie auch im militärischen Bereich eine wichtige Rolle.

In dieser Anzeige ist das Rausposaunen durchaus positiv gemeint im Sinne von: Wir haben nichts zu verbergen, ganz im Gegenteil, wir bieten günstige Preise.

Etwas rausposaunen kann allerdings als Redewendung auch einen negativen Beigeschmack haben. Jemand kann nichts für sich behalten, er muss alles rausblasen.

Um ein Gerücht gar nicht erst aufkommen zu lassen: Die Verben „posaunen“ und „posten“ haben zwar drei gleiche Anfangsbuchstaben, aber ansonsten nichts miteinander gemein. Oder vielleicht doch? Konnte man früher alles Mögliche mit begrenztem Radius „ausposaunen“, so heißt es heute „posten“, wenn man etwas weltweit ins Netz bläst.

HB
Es schallt die Posaun aus Händels Messias