Die hier abgebildeten Anzeigen dienen rein wissenschaftlichen Zwecken zur Dokumentation des Themas „Musik in der Printwerbung“.

Die Jet-Kampagne „Günstiger tanken, …“ 2002 arbeitete mit Bildern, die etwas Negatives, Abstoßendes zum Ausdruck bringen sollen. Gegenübergestellt wird ein Spruch, was man alles Schönes machen könnte, wenn man beim Tanken Geld spart. Hier ist es das Negativimage der Blasmusik im Musikantenstadl, einer derzeit sehr erfolgreichen TV-Unterhaltungssendung mit Karl Moik, die gemeinsam von ORF, Bayerischem Rundfunk und Schweizer Fernsehen produziert wurde. Vor allem jüngeren Menschen galt die volkstümliche Musik im Musikantenstadl als altbacken und Inbegriff des Spießigen.
Die Anzeigenkampagne war mit mehreren Anzeigen grenzwertig. Wenn zum Beispiel ein Messerwerfer mit einem Wurfmesser auf eine Frau zielt, die er nur unscharf sieht, dann ist der Spruch dazu nicht sehr witzig: Günstiger tanken, Geld für ´ne Brille haben.
Eine der geschmacklosesten Anzeigen, die mir je untergekommen ist, stammt aus der Jet-Kampagne. Sie zeigt eine kinderreiche Familie, dazu der Spruch: Günstiger tanken, Geld für Kondome haben. Erstaunlich, dass 2002 anscheinend nur katholische Organisationen und wenige Politiker gegen diese Geschmacklosigkeit protestiert haben. Der Konzern hat sich damit herausgeredet, dass die Anzeige humorvoll gemeint war.