Coucou (Koekoeks-Wals), 1920

Valse imitative
bezeichnet als
Musik von
Text von
Titelblatt von
weitere Personen
Ort
Jahr
1920
Verlags-Nr.
E.A. 189
Anmerkungen
Aspekte

Infos/Kommentar

Kaum ein Vogel ist in der Musik so häufig zu hören wie der Kuckuck. Er selbst ist zwar kein besonders begabter Sänger, seine Gesangskunst kann gerade mal mit einem Esel mithalten.

Aber weil er schlau ist, lässt er nicht nur seine Brut von anderen großziehen, sondern er hat sich auch die populäre Kuckucksterz als Melodiebaustein ausgesucht und sie sich als hörbares Logo angeeignet. Aber da wird es auch schon schwierig und undurchsichtig (besser: undurchhörig). Denn als Kuckucksterz gilt gemeinhin die kleine Terz, obwohl so mancher Kuckuck in freier Wildbahn auch in großen Terzen ruft. Ganz ungehörige Vertreter antworten sogar mit einer Quarte. Das sind Schummler mit schlechter Vogelstube. Was kann man anderes erwarten von jemand, der sogar seine Geschwister aus dem Nest schmeißt.

Der Komponist Emanuel Jonasson hat sich angepasst und will uns gleich zu Anfang seines Kuckuckswalzers eine große Terz als Kuckucksruf verkaufen. Das funktioniert sogar problemlos, wie jeder selbst überprüfen kann. Zu seiner Entschuldigung könnte man anführen, es gehe in dem Schlager ja nicht um den Vogel, sondern um eine Uhr, aus der es am Ende wieder drei Mal in großen Terzen Kuckuck tönt. Den Schlusspunkt setzt allerdings eine fallende Quinte. Basta.

Mit dem Kuckuck wird viel Schabernack getrieben, eines der bekanntesten Beispiele ist die Johann-Strauß-Polka Im Krapfenwaldl.

HB
Kuckucks-Walzer mit den Grammophon Künstler-Orchester
Kuckucks-Polka Im Krapfenwaldl von Johann Strauss Sohn

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