Drei alte Schachteln – Klavierauszug, 1917

Operette in einem Vorspiel und drei Akten
bezeichnet als
Musik von
Titelblatt von
weitere Personen
Verlag
Ort
Jahr
1917
Verlags-Nr.
K. – V. 207
Druckerei
Anmerkungen
Umfang 98 Seiten / Komponist als Verleger

Infos/Kommentar

Drei alte Schachteln ist eine typische Berliner Operette mit Märschen, Walzern und Liedeinlagen. Sie kam 1917 – also während des Ersten Weltkriegs – am Berliner Theater am Nollendorfplatz heraus. Die Musik schrieb Walter Kollo zu einem Libretto von Hermann Haller. Die Liedtexte verfasste Fritz Oliven, besser bekannt unter seinem Pseudonym Rideamus.

Siehe Drei alte Schachteln – Walzer.
Siehe Drei alte Schachteln – Potpourri.

Übrigens…
… schrieb Tucholsky am 16.5.1918 in der Weltbühne unter der Überschrift Drei alte Schachteln Folgendes:

Es hat den Schlachtenlärm überdauert. Noch immer ziehen die Geigen pflaumig dahin, und der Liebeskummer wird im ersten Akt gepflanzt und trägt im letzten gar herrliche Früchte; es schneit, es walzert, es klingelt – aber eigentlich glaubt niemand so recht daran. Die Autoren nicht: die wollen publikums-kühl und tantiemen-heiß Geld verdienen; die Darsteller nur, soweit sie Tenöre sind: dann schreien sie allerdings schrecklich und bilden sich zeitweise ein, es sei schließlich – alles in allem, sei dem, wie ihm wolle – hohe Kunst, die ihrem Munde entströmt; und das Publikum schon gar nicht. Es nimmt die tragischen Konflikte des deutschen Schwankes mit Musik hin und freut sich, wenn es spaßig zu werden verspricht – so, wie man ja auch nach Zucker anstehen muß, bevor man ihn bekommt.

Ja, es war sehr schön. Ich sah mein Geld ordentlich ab, mit meinem Theaterglas: ich sah bei dem schwarzen Liebhaber das Zäpfchen hinten im Gaumen beim hohen G zittern, welch eine Mundhöhle! welch ein gutturaler Ton! – und ich sah die Waldoffn. Und da mußte ich das Glas absetzen. (…)
Peter Panther

Die Waldoffn, wie Tucholsky sie immer nennt, spielte bei der Premiere im Theater am Nollendorfplatz die Auguste, Köchin bei den Geschwistern Krüger.

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