Heute kann kaum noch jemand erklären, was der Begriff D-Zug bedeutet. Man weiß zwar, dass es sich im Gegensatz zum Bummelzug um einen Schnellzug handelte, aber das erklärt noch nicht das „D“. Es steht für „Durchgang“. In den Durchgangszügen konnte man durch Faltenbälge geschützt von einem Wagen zu anderen gehen. Diese Verbindung ist auf dem Titelblatt gut zu erkennen.
Franz von Blon (1861-1945) komponierte vor allem reihenweise Märsche für Blasorchester, was zu Beginn des 20. Jahrhunderts sicher ein einträgliches Geschäft war. Der Galopp für Großes Orchester Im D-Zug wurde 1899 komponiert, die hier vorliegende Notenausgabe für Klavier ist vermutlich wesentlich später erschienen.
HB
Für die Verbreitung von Schlagern, Märschen und Hits der Salonmusik spielten Drehorgeln und auch große Kirmesorgeln eine wichtige Rolle. Beim Hörbeispiel Im D-Zug auf einer 83er Wellershaus Konzertorgel gehen die Blicke automatisch auf die drei Frontfiguren, deren Bewegungen mit der Musik gesteuert werden, besonders gut zu sehen ab 1:20.
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– Noten 1. Seite
– Rückseite: Musikprobe Marsch Rendez-vous