


Am heiligen Nil,
am heiligen Nil
im Mumienland,
da fährt man jetzt viel
im Automobil
durch Wüstensand.
Man gräbt dort ein Loch, ein tiefes,
liest an der Wand Hierogliphes.
Da, do, da, do,
liegt der alte Pharao.
Mit dem Tutankhamen-Shimmy reagierten der Komponist Jára Beneš und der Texter Beda auf ihre ganz besondere persönliche Art auf den weltweiten Ägypten-Hype, der 1922 nach der Entdeckung des unversehrten Grabes von Tutanchamun einsetzte. Mehr dazu unter dem Punkt Lieder.
Hier geht es um das Titelblatt, das nicht signiert ist. Ob es von Otto Dely stammt, der die Verlagswerbung auf der Rückseite gestaltet hat, ist fraglich.
Ins Auge fallen die beiden zentralen Personen. Links der Pharao, der beide Arme nach vorne streckt, so als wolle er sich vor der Frau und ihren neugierigen Blicken schützen. Zu seinen Füßen sitzt eine Katze, die bei den alten Ägyptern als heiliges Tier galt. Ihm gegenüber auf der rechten Seite steht eine europäische Dame im freizügig geschlitzten Kleid, hinter ihr sitzt ein pummeliger Schoßhund. Als weiteres Modeaccessoire neben Hut und Schirm hält sie eine Stielbrille (Lorgnette) vors Gesicht, durch die sie den Pharao aufmerksam mustert.
Am Entwerfen der Hierogliphes hat der unbekannte Illustrator vermutlich besonderen Spaß gehabt.

HB
Aufnahme mit Marek Weber
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Noten