
Immer wieder gerne aufgegriffen wurde von Schlagertextern in den 20er-Jahren, was Tucholsky unter der Überschrift Ideal und Wirklichkeit thematisiert hat:
Man möchte immer eine große Lange
und dann bekommt man eine kleine Dicke –
c´est la vie!
Auch Fritz Grünbaum nimmt sich dieses Themas an. Dazu sein Kommentar:
Wenn man allein ist
möcht man zu zwein sein,
wenn man zu zwein ist,
will man noch mehr.
Bei drein und drüber
kriegt man sie über
und ist dann lieber
einsam wie vorher.
Die Liebe ist ein großer Schwindel
und dennoch fällt man drauf herein.
Erst wünscht man sich ein blondes Kindel,
und hat man´s, soll´s ein schwarzes sein.
Hat man die Schwarze und die Blonde
und eine Rote obendrein,
verwünscht man alle drei zum Monde
und möchte ohne Weiber sein.
Doch hat die drei man rausgeschmissen,
wird bei der Vierten angebissen.
Das Titelblatt von A. Deiser stellt die Geschichte von Grünbaum auf den Kopf. Sind beim Dichter die Frauen nur Objekte für den Mann, so steht beim Titelbild eine Frau im Mittelpunkt, die vier Männer bleiben im Hintergrund.
Über den Interpreten Toni Steinmann (Hinweis auf dem Titel) habe ich nichts in Erfahrung bringen können.