Vielleicht schon ein vorweggenommener Beitrag des Ullstein-Verlags zum großen Schubert-Jubiläumsjahr 1928?
1927 wurde wieder ein Heft aus der Reihe Musik für Alle zum Dreimäderlhaus herausgebracht. Die Nr. 252 trägt den Titel Das Dreimäderlhaus nach Schubert. Das Titelfoto zeigt immer noch, wie Heft 132 aus dem Jahre 1916, Cläre Dux in der Rolle der Hederl und Johannes Müller als Schubert.
Da Bogumil Zepler 1918 verstorben war, schrieb Erich Urban einen neuen Begleittext, in dem er die Erfolgsschichte der letzten zehn Jahre schildert. Er berichtet von mehr als 300 Aufführungen, u.a. mit Startenor Hermann Jadlowker und dem Funkliebling Alfred Braun als Schubert. „Ich will aber bei dieser Gelegenheit nicht den Namen des ersten Schubert unterdrücken, Johannes Müller, der seitdem Schubert-Müller heißt.“
Von dem Arrangeur Heinrich Berté weiß Urban zu berichten, dass dieser von seinen Freunden ironisch Schu-berté genannt wurde, weil er seine eigene Musik auf Wunsch des Verlegers Hermansky durch Schubert-Melodien ersetzt hatte. In diesem Zusammenhang erläutert Urban den Begriff Pasticcio: In Italien war ein solches Verfahren schon lange bekannt, und man nannte die Arrangements auf neue Texte „Pasticcio“. In Deutschland war dieses Verfahren neu.
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Inhalt des Heftes
Vorwort von Dr. Erich Urban
Notenbeispiele S. 1 und 2
Übersicht über die Reihe Musik für Alle