Dem Wiener-Männer-Gesang-Vereine achtungsvoll gewidmet – so steht es auf dem Titelblatt. Und wie man dem Titel ebenfalls entnehmen kann, handelt es sich um eine Komposition für Männerchor mit Begleitung zu einem Gedicht von F. von Gernerth. Der Wiener Jurist Franz von Gernerth betätigte sich auch als Dichter und Komponist, seine bekanntesten Zeilen schrieb er für den Donauwalzer:
Donau so blau,
Durch Tal und Au
Wogst ruhig du dahin,
Dich grüßt unser Wien,
Dein silbernes Band
Knüpft Land an Land,
Und fröhliche Herzen schlagen
An deinem schönen Strand.
Siehe auch Gedicht zum Donauwalzer als Ansichtskarte.
Den Text von Gernerth sucht man allerdings in der vorliegenden Notenausgabe vergeblich, trotz Ankündigung auf dem Titel. Stattdessen ist auf S. 2 eine Textvariante von Josef Weyl abgedruckt, die so beginnt: Was woll´n wir mehr? O bitte sehr (…)
Vollständiger Text siehe unter Lieder und Sätze.
Auf dem Textblatt findet sich die Angabe: Text und Musik: Eigenthum von C. A. Spina, k. k. Hof-Musikalienhandlung in Wien. 1876 hatte Alwin Cranz für den Hamburger Verlag August Cranz die Rechte an den Werken der drei Strauß-Brüder Eduard, Johann und Josef sowie Vater Johann Strauß erworben. Gleich mit übernommen wurde die Titelgrafik für den Donauwalzer mit Blick von der Donau auf Leopoldsberg und Kahlenberg.
Siehe auch andere Titelblätter zum Donauwalzer.
Josef Weyl, der „Hausdichter“ des Wiener Männer-Gesangvereins, hatte bereits im Februar 1867 den Text zur Uraufführung des Donauwalzers geliefert:
Wiener seid froh!
Oho, wieso!
No so blickt nur um!
I bitt‘, warum?
Ein Schimmer des Lichts!
Wir seh’n noch nichts!.
Ei, Fasching ist da!
Ah so, na ja!
Drum trotzet der Zeit!
Oh Gott, die Zeit!
Was nützt das Bedauern,
Das Trauern?
Drum froh und lustig seid!
Übrigens …
… war der Ausschnitt mit Donau und Blick auf Kahlen- und Leopoldsberg, wie er auf dem Titelblatt zu sehen ist, auch ein beliebtes Postkartenmotiv. Hier nur ein Beispiel aus dem Jahre 1902:
