Zeitl. Einordnung
Der Text, ein Weihnachtsgedicht, stammt vermutlich aus Bayern. Bratäpfel im Ofen zu braten, hatte eine lange Tradition, die leider vom Aussterben bedroht ist. Der Duft der Bratäpfel gehörte zur Vorweihnachtszeit dazu, genauso wie das Singen in der Adventszeit.
Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie’s knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel,
der Kipfel, der Kapfel,
der gelbrote Apfel.
Kinder, laufet schneller,
holet einen Teller,
holet eine Gabel,
sperret auf den Schnabel
für Zipfel, für Zapfel,
für Kipfel, für Kapfel,
den goldbraunen Apfel!
Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.
Die Melodie beginnt wie Morgen kommt der Weihnachtsmann, wird dann aber anders weitergeführt. Die ersten acht Takte stehen im Vierertakt und werden gemächlich schnell gesungen. Beim zweiten Teil im Dreiertakt sollte dann das Tempo erheblich angezogen werden.
Zusätzlich gibt es eine Begleitstimme für Violine, die allerdings nicht ganz einfach ist.
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Klaviersatz mit Text und Begleitstimme