
Bei Strauß-Walzern vermutet man nicht, dass sie ab 1876 in Hamburg erschienen sind. August Alwin Cranz hatte 1857 den 1814 von seinem Vater August Cranz gegründeten Musikverlag übernommen. Einen besonderen Coup landete der Verleger-Sohn 1876 mit dem Kauf des Wiener Verlages C. A. Spina, womit er sich das lukrative Geschäft mit Kompositionen der Strauß-Dynastie sichern konnte.
Die erste Ausgabe des Walzers Rosen aus dem Süden erschien um 1880 noch bei Cranz in Hamburg, die hier vorliegende Ausgabe muss nach 1897 herausgekommen sein, denn die Übersiedlung des Hamburger Musikverlags nach Leipzig fand erst 1897 statt. August Cranz hatte den Verlag zu einem international agierenden Unternehmen ausgebaut, neben Leipzig sind als Verlagsstandorte noch Brüssel und London angegeben.
Rosen aus dem Süden gehört zu den bekanntesten Strauß-Walzern. Die Walzerfolge beruht auf Motiven aus der Operette Das Spitzentuch der Königin, die 1880 im Theater an der Wien Premiere hatte. Gewidmet ist der Walzer Seiner Majestät Humbert I. in tiefster Ehrfurcht. Umberto I. war seit 1878 König von Italien.
Auf dem Titelblatt hat sich Fritz Block gleich zweimal als Besitzer der Noten ausgewiesen, sowohl handschriftlich als auch mit Stempel. Unten rechts gibt es einen weiteren Stempelaufdruck: Albert Krüger – Musikwerke Hannover – Seilwinderstraße 10.
Auf der Rückseite sind als Verlagswerbung ausschließlich Probetakte des Hamburger Komponisten Robert Vollstedt abgedruckt.
HB
Rosen aus dem Süden, Wiener Philharmoniker, Willi Boskovsky
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Verlagswerbung auf der Rückseite