Lied von Huhn und Kröte, 1998

Ein Huhn ist verzweifelt, es soll in den Topf
Musik von
Text von
bearbeitet von
Quelle
Soundcheck 1, S. 148
Herkunft Region

Zeitl. Einordnung

20. Jahrhundert
Rubriken
Aspekte
Personen

Infos/Beschreibung

Kleiner Unterschied – große Wirkung!

Geringfügige Änderungen können manchmal große Wirkung haben. In Comics werden Gesichter mit ganz wenig Strichen gezeichnet, dennoch erkennt man z. B. an den Mundwinkeln, wie sich die Personen fühlen und in welcher Stimmung sie sind. Ändern sich in einer Melodie nur ein, zwei Töne, dann kann die Stimmung ins Gegenteil umschlagen.

Als Beispiel kann dieses Lied gesungen werden. 1. und 3. Strophe stehen in Moll, 2. und 4. in Dur. Frage: Wie soll die 5. Strophe gesungen werden?

1. Ein Huhn ist verzweifelt, es soll in den Topf.
Das Leben, so scheint´s, ist vorbei.
Der letzte Gedanke im Hühnerkopf:
Zum Abschluss schnell noch ein Ei.

2. Auf einmal hüpft da eine Kröte herum.
Schön frech, was die alles so quakt:
Das Ei nimmst du selber, das wär sonst dumm.
Ich rette dich, sei nicht verzagt.

3. Der Vogel seufzt leise: Das kann ich nicht tun.
Mein Schicksal ist traurig und hart.
Ich muss in den Topf, denn ich bin ein Huhn.
Das ist nun mal meine Art.

4. Die Kröte ruft heiter: Mensch, küss mich, na los!
Dann werde ich zum Königssohn.
Und du kommst dann mit auf mein Märchenschloss,
da wirst du mein Hofhuhn zum Lohn.

5. Ein Kuss für die Kröte. Es gibt einen Knall!
Oh Schreck, ist nun alles vorbei?
Ein Prinz steht da mitten im Hühnerstall.
Das Huhn legt ein goldenes Ei.

Das Lied von Huhn und Kröte von Rolf Hackmann (Text) und Walther Engel (Musik) wurde zuerst im Schulbuch Soundcheck, Band 1, Westermann Schroedel Diesterweg, Braunschweig 2012, S. 148 veröffentlicht.

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Klaviersatz zu Lied von Huhn und Kröte