Ideal und Wirklichkeit, 1986

In stiller Nacht in monogamen Betten
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eigene Komposition
Herkunft Region

Zeitl. Einordnung

20. Jahrhundert
Aspekte
Personen

Infos/Beschreibung

Nummer aus der Revue „Man lebt so kurz – und ist so lange tot“ von Rolf Hackmann (Text) und Walther Engel (Musik), uraufgeführt 1986 im Rahmen des Kulturprogramms „Veronika der Lenz war da“, Hannover 1986

In stiller Nacht und monogamen Betten
denkst du dir aus, was dir am Leben fehlt.
Die Nerven knistern, ach, wenn wir das doch hätten,
was uns, weil es nicht da ist, leise quält.
Du präparierst dir im Gedankengange
das, was du willst, und nachher kriegst du’s nie
Man möchte immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke C’est la vie!

Sie muß sich wie in einem Kugellager
in ihren Hüften biegen, groß und blond.
Ein Pfund zu wenig und sie wäre mager,
wer je in diesen Haaren sich gesonnt.
Nachher erliegst du dem verfluchten Hange,
der Eile und der Phantasie.
Man möchte immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke C’est la vie!

Man möchte eine helle Pfeife kaufen
und kauft die dunkle – andere sind nicht da.
Man möchte jeden Morgen dauerlaufen
und tut es nicht. Beinah, beinah …
Wir dachten unter kaiserlichem Zwange
an eine Republik – und nun ist’s die!
Man möchte immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke –
C’est la vie!

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Chorsatz