Starhemberg-Marsch, 1894

bezeichnet als
Musik von
Text von
Titelblatt von
weitere Personen
Ort
Jahr
1894
Verlags-Nr.
k.A.
Druckerei
Anmerkungen
nur Titelblatt

Infos/Kommentar

Die Noten zu diesem Marsch liegen mir nicht im Original vor. Diese Titelseite ist als Werbung des Verlags Paul Fischer auf der Rückseite einer Ausgabe der Gigerlkönigin von Paul Lincke abgedruckt.

Der Starhemberg-Marsch (Op. 25 von Paul Schulz) ist Dem Sieger im Distanzritt Wien-Berlin, Herrn Grafen Starhemberg ehrfurchtsvoll gewidmet vom Componisten.

Der Distanzritt im Jahr 1892 war ein Wettbewerb zwischen der österreichischen und der deutschen Armee, der als großes öffentliches Spektakel aufgezogen wurde. Es ging darum, wer am schnellsten die Strecke Wien – Berlin zurücklegen konnte. Die Reiter durften die Pferde nicht wechseln und mussten selbst entscheiden, wie viele Pausen sie einlegten. Viele Pferde überlebten den Ritt nicht oder starben in der folgenden Woche. Der Sieger, Wilhelm Graf Sternberg vom 7. Husarenregiment, brauchte für die 572 Kilometer fast 72 Stunden. Ob er sich für die Siegprämie von 20 000 Mark ein neues Pferd gekauft hat, ist nicht bekannt. Sein Sieger-Pferd überlebte den Gewaltritt jedenfalls nur um wenige Stunden.