Dieser neue Titel für das Notenalbum Unvergessene Schlager aus dem Musikverlag Hans Sikorski ist hier nur des Vergleichs wegen aufgenommen. Die Ausgabe ist nicht datiert, sie könnte aus den 60er-Jahren sein.
Beim Titelblatt kommt es anscheinend nur noch auf die Schrift des Titels auf farbiger Fläche an. Das noch vorhandene grafische Element wirkt wie eine Banderole. Die Details der Zeichnung sind kaum zu erkennen. Erst bei genauem Hinsehen erkennt man den Schriftzug der Cafés Bauer und Kranzler.

Bei der neuen Ausgabe wurde gegenüber älteren lediglich das Inhaltsverzeichnis geändert, die einzelnen Titel sind nun alphabetisch angeordnet statt nach Seiten. Der Inhalt ist identisch mit der Ausgabe von 1951. Die Werbung auf Seite 48 ist um den Inhalt des dritten Bandes ergänzt. Neu ist, dass auch die Rückseite für Verlagswerbung genutzt wird. Dort werden 10 Alben mit Angabe ausgewählter Titel aufgeführt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Notentitelblätter immer langweiliger und ideenloser. Der Trend begann eigentlich schon ab Mitte der 1930er-Jahre. Das hatte mehrere Gründe. Zum einen waren vermutlich die Kosten ein wichtiger Faktor. An Grafik, Druck- und Papierqualität konnte gespart werden. Aber auch veränderte ästhetische Maßstäbe zeigten Wirkung.
Bei den Notendrucken der 1940er-Jahre ist ein gewaltiger Qualitätsverlust zu beobachten. Die ersten Nachkriegsausgaben waren kleinformatiger und von schlechter Papierqualität. Trotz des Mangels versuchte man in den 1950er-Jahren wieder, grafisch ansprechende Notentitel herauszubringen. Rückblickend wirkt das wie ein kurzes Aufbäumen. Letztlich setzten sich die Ausgaben durch, bei denen nur noch auf farbigen Flächen die großen Schriftzüge des Titels grafisch gestaltet und hervorgehoben wurden.

zu Band 1
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– Inhaltsverzeichnis
– 1. Notenseite
– Werbung am Ende des Albums