
Mitten im Ersten Weltkrieg hatte die Operette Die Csárdásfürstin in Wien Premiere (1916). Die Handlung ist für die Operettenwelt nicht gerade ungewöhnlich: Fürstensohn liebt Theater-Sängerin, soll aber standesgemäß eine andere heiraten. Am Ende kriegen sich die beiden doch noch, als sich herausstellt, dass seine Mutter auch eine Primadonna war, bevor sie mehrfach adlig geheiratet hatte. So weit – so erwartbar.
Der durchschlagende Erfolg der Operette lag sicher nicht an der Story, sondern in erster Linie wohl an der Musik von Emmerich Kálmán. Mehrere eingängige Nummern wurden auch als Einzelausgaben in allen möglichen Besetzungen angeboten. Die breite Produktpalette ist mit Preisangaben auf der Titelseite abgedruckt. Zusätzlich sind auf der Rückseite von den bekanntesten Nummern die Anfangstakte abgedruckt wie z. B.:
– Tanzen möcht ich,
– Das ist die Liebe,
– Machen wir´s den Schwalben nach,
– Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht.
Das 16 Seiten umfassende Potpourri wurde von Gustav Blasser arrangiert.
Die Csádásfürstin scheint auch heute noch eine beliebte Operette zu sein, denn sie taucht immer mal wieder auf den Spielplänen der bundesrepublikanischen Theater auf.
HB
Ouvertüre Die Csardasfürstin – Chor und Orchester der Wiener Volksoper, Franz Bauer-Theussl
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Beispiel Seiten 1, 7, 13 und 15.