Bachstelzchen – Riskier´n wir mal ´ne Extratour, 1917

Volksstück in 4 Bildern
bezeichnet als
Musik von
Titelblatt von
weitere Personen
Verlag
Ort
Jahr
1917
Verlags-Nr.
K. – V. 131
Anmerkungen
Umfang 4 Seiten / 20% Teuerungszuschlag

Infos/Kommentar

Bachstelzchen – Riskier´n wir mal ´ne Extratour
Das Theaterstück Bachstelzchen von Eduard von der Becke wurde am 4.8.1917 uraufgeführt. Die Musik schrieb Max Bertuch [1], der seine Karriere mitten im Ersten Weltkrieg als Kapellmeister begonnen hatte.

Insgesamt gab es zu dem Volksstück sieben Musiknummern, die als Noten zu kaufen waren. Für alle sieben Ausgaben wurde nur ein Titelblatt entworfen, auf dem rechts unten die Titel aller Nummern mit Preisangabe eingedruckt waren. Um welche Nummer es sich im Einzelnen handelte, wurde durch eine handschriftliche Unterstreichung kenntlich gemacht.

Die unterschiedlichen Ausgaben konnten im Seitenumfang und in der Anzahl der Werbeseiten variieren. So hat das Duett sechs Seiten mit Verlagswerbung auf S. 2 und der hinteren Umschlagseite. Riskier´n wir mal ´ne Extratour hat mit vier Seiten nur Werbung auf der Rückseite.

Mit dem Titelblatt gelingt es dem Grafiker Willi Helwig, die Doppeldeutigkeit des Titels Bachstelzchen herauszustellen. Wie der kleine Vogel balanciert die junge Frau auf dem Stein im „Bache“ auf ihren „Stelzchen“. Auch der Rock passt farblich zu dem possierlichen schwarz-weißen Vogel, im Volksmund auch „Wippsteert“ genannt.
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[1] Max Bertuch wurde 1890 in Frankfurt am Main geboren. Er war sowohl als Kapellmeister,  Komponist und auch als Texter erfolgreich. Seine Werke wurden zu Beginn der Nazi-Zeit noch gespielt, aber mit Kriegsausbruch wurde die Lage für Bertuch kritisch. Es gelang ihm nicht, seiner Frau, die bereits aus Deutschland geflüchtet war, zu folgen. Er wurde zuerst in Frankreich interniert und ins Vernichtungslager Majdanek deportiert, wo er 1943 ermordet wurde.


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