Der Komponist und Verleger Emil Ascher schrieb 1888 mit dem Ballfreuden-Walzer eines seiner bekanntesten Werke. Von Ascher stammt auch der Gassenhauer Komm, Karliniken, komm.
Ballfreuden wird auf der Titelseite als Walzer mit humoristischen unterlegtem Text bezeichnet für 1 oder 2 Singstimmen oder Clavier allein.

Sehr amusant auf jeden Fall
ist ein recht vergnügter Ball,
wo sich die Paare wunderschön
beim Tanz verstehn im Walzer drehn.
Schimmert der Saal im Strahlenlicht,
Freude aus jedem Antlitz spricht
und nach der lusten´gen Melodei
schweben sie lachend schnell vorbei.
Lieutnant von Blitz, Fräulein von Spitz,
Herr Advokat mit Freundin Rat,
der Kaufmann Klein mit Frau von Stein,
macht sich charmant, ja elegant.
Fräulein Annett, mit Schlachter Fett,
das Fräulein Kohn mit Jacobsohn,
Fräulein Marie Heringscommis
Levy tanzt mit krummen Knie …
Das Opus 101 ist für eine oder mehrere Singstimmen konzipiert.
Auf der Rückseite des Notenblattes sind 10 Nummern mit Mustertakten abgedruckt. Bis auf das Lied Alma! Alma! Wo mag das Mädchen sein, einem Sensations-Couplet von A. Wagner, stammen alle anderen Nummern vom Verleger selbst. Der letzte Titel ist mit Des Kanzlers Worte überschrieben – „Wir Deutschen fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt„, ein patriotische Lied für 75 Pfennige.
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Noten Ballfreuden-Walzer