
Das Charakterstück, das eigentlich ein Marsch ist, zeigt, dass Lincke tief in der Militärmusik verwurzelt war. Über den Noten ist angegeben, worum es geht: Die Composition deutet das Herannahen und wieder Entfernen der siamesischen Wachtparade an.
Die Siamesische Wachtparade liegt in zwei unterschiedlichen Ausgaben vor, die sich in den Titelblättern unterscheiden. Beide zeigen die Militärkapelle mit Tropenhelmen, Blasmusikinstrumenten und Trommel.
Bei der ersten Ausgabe steht oben auf dem Titel eine Widmung: Tschulalongkorn König von Siam ehrfurchtsvoll gewidmet. Die zweite Ausgabe enthält an gleicher Stelle nur noch den Hinweis: Siam jetzt Thailand. Da die Umbenennung von Siam in Thailand 1939 stattfand, wird diese Ausgabe vermutlich erst um 1940 herausgekommen sein.
Weiter fallen beim Vergleich der Titelblätter die unterschiedlichen Verlags-Logos auf. Auch im Preis der Noten für die unterschiedlichen Besetzungen gibt es auffällige Abweichungen.


Die vollständigen Titelseiten im Vergleich.
Die Rückseiten beider Ausgaben sind identisch. Es handelt sich um klein gedruckte Aufstellungen von Titeln aus dem Programm des Apollo-Verlags, den der Komponist Paul Lincke 1901 zur Vermarktung seiner eigenen Werke gegründet hatte. Die Titel sind nach folgenden Sparten geordnet:
Auch die Preisangaben sind in beiden Fällen identisch. Glaubt man den Preisunterschieden auf dem Titel, dann ist hier ein Widerspruch zu den Angaben auf der Rückseite.
HB
Aufnahme mit dem Kölner Rundfunkorchester
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Noten Seite 2