Zeitl. Einordnung

Es fängt harmlos an. Hans und Evchen sind Nachbarskinder, sie werden älter und entdecken am Strand ihre Liebe. Er sagt: Sei mein. Und im nächsten Mai zieht sie zu ihm in sein Fischerhaus. So weit, so vorhersehbar.
Da plötzlich ward durch Frevlers Hand der Frieden frech verletzt.
Zur Fahne ruft das Vaterland die blauen Jungen jetzt!
Bevor er als Reservist zur Marine eilt, noch ein schneller Abschied von Weib und Kind mit dem Versprechen:
Lebt wohl, lebt wohl! Ich zieh hinaus. Und ist der Kampf vorbei:
Kehr ich, will´s Gott, in´s Fischerhaus am Strand auf Norderney.
Es geht weit übers Meer nach Asiens ungastlichem Strand, wo in einer Seeschlacht der Feind gar bald besiegt ist. Gerettet alle, nur einer fehlt. Der verletzt am Mast liegende brave deutsche Seemann bittet seinen Kameraden, sollte er ins Vaterland zurückkehren, Frau und Kind zu grüßen.
Sag´, dass im blut´gen Strauß gefall´n für´s Reich ich sei!
Und nie mehr kehr in´s Fischerhaus am Strand auf Norderney.
Der Text dieses sentimentalen Lieds mit dem tragischen Ende wurde auch als Liedpostkarte verbreitet. Die Notenausgabe ist im Verlag Otto Dietrich in Leipzig erschienen, worauf auf der Rückseite der Ansichtskarte hingewiesen wird. Der beliebte Hamburger Volkssänger Charly Wittong trug ebenfalls zur Popularität vom Fischerhaus auf Norderney bei. Er brachte es sowohl bei Homocord als auch bei Beka als Schallplatte heraus (zusammen mit Mein Mütterlein vom Elbestrand). Leider sind die Aufnahmen noch nicht öffentlich zugänglich.