Zeitl. Einordnung
Zwei „geistliche Negerlieder aus der Zeit der Sklaverei“ sind in der Chorsammlung des Deutschen Arbeiter-Sängerbunds (1926 / 2. Aufl. 1929) zu finden:
– Somebody’s knockin‘ at your door und
– hier: Deep River.
Beide Spirituals wurden von Roland Hayes übermittelt und von Leo Rosenek für gemischten Chor bearbeitet. Interessant sind die Einordnungen durch Alfred Guttmann in der Einleitung (S. XXVII), seine Kommentare unter den Liedern und die Anmerkungen von Karl Lütge (S. 818).
Der Passus zu den beiden Liedern in der Einleitung soll hier vollständig wiedergegeben werden:

Unter dem Lied Deep Riverauf S. 575 heißt es:
Der Text dieses Liedes versinnbildlicht des Negers inbrünstigen Wunsch und die zuversichtliche Hoffnung, in einem besseren Jenseits (over the Jordan) das Heil zu finden, das ihm hienieden durch seine Unterdrückung vorenthalten ist.
Auch in diesem Stück kommt die kindliche Phantasie des unterdrückten Negers zum Ausdruck, den die Hoffnung auf Freiheit und Erlösung erfüllt, die er nicht mit Waffengewalt versuchen will.
Siehe auch Chorsatz zu Somebody’s knockin‘ at your door.
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Vollständiger Chorsatz mit Anmerkungen.