Der Negersklave, 1901

Nach der Heimat möcht ich eilen
Musik von
Text von
bearbeitet von
Quelle
Deutschlands Liederschatz, 1925
Herkunft Region

Zeitl. Einordnung

1900 -1914
Rubriken
Personen

Infos/Beschreibung

Der Negersklave ist 1901 bei Eulenburg (Verlags-Nr. 2167) erschienen. Der Autor Moritz Peuschel hat seinem Lied im Volkston die Opuszahl 54 No. 4a gegeben.

Die vorliegende Fassung für Gesang mit Klavierbegleitung stammt aus der Arnoldis Edition Nr. 51 Deutschlands Liederschatz, S. 231 aus dem Jahre 1925.

Nach der Heimat möcht´ ich eilen,
in der Heimat möcht´ ich sein,
möcht´ bei meinen Lieben weilen,
Freud´ und Leid mit ihnen teilen
in der Heimat nur allein
kann ich froh und glückliche sein!
In der Heimat nur allein
kann ich froh und glückliche sein!

Spielend einst am Meeresstrande,
raubten falsche Menschen mich,
schleppten mich in fremde Lande,
schlugen mich in Sklavenbande,
habt Erbarmen! flehte ich,
ach ich weinte bitterlich.

Hoffnungslos muß ich verzagen,
teure Eltern, euch zu seh´n;
meine Klagen wollt´ ich still und mutig tragen,
selbst zum Tode wollt´ ich geh´n,
könnt ich euch noch einmal seh´n!

Das Lied versucht deutlich zu machen, wie es zwangsweise verschleppten Menschen in der Fremde geht.

HB
Aufnahme mit dem Hamann-Nebe-Quartett