
Es ist zwar kein Liederbuch, aber dieser Katalog ist hier dennoch aufgenommen, weil er einen guten Einblick bietet, welche politische Musik in bestimmten Kreisen Mitte der 1970er-Jahre angesagt war. Herausgeber des Schallplatten-Katalogs ist die Buchhandlung Arbeiterbuch, Grindelhof 45 in Hamburg. Mitte der 70er-Jahre gab es im linken Spektrum zahlreiche Gruppierungen, die sich zum Teil heftig untereinder bekämpften. Die Anzeige auf der Rückseite dieses Katalogs wirbt für den Arbeiterkampf, die Arbeiterzeitung des Kommunistischen Bundes.
Die Intention der Herausgeber wird im Vorwort offengelegt:
Das Arbeiterbuch legt hiermit erstmals einen Katalog von Platten vor, der im Großen und Ganzen sein Sortiment an Platten aus der Arbeiterbewegung und aus den revolutionären Befreiungsbewegungen der Dritten Welt widerspiegelt. Der Katalog erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Er gibt aber einen recht umfassenden Überblick über die zur Zeit erhältliche linke Plattenproduktion.
Wie wollen damit einen Schritt zur weiteren Verbreitung des revolutionären Liedes aus allen Ländern der Welt beitragen. Die größte Verbreitung erfahren diese Lieder aber erst, wen sich die Massenkämpfe ausdehnen und diese Lieder von den kämpfenden Massen aufgenommen werden.
Aufschlussreich sind die Kommentare zu einzelnen Schallplatten und politischen Musikgruppen. Hier als Beispiel die Kommentare aus maoistischer Sicht zu Ton Steine Scherben oder sogenannten „revisionistischen“ Gruppen wie Lokomotive Kreuzberg oder Floh de Cologne.
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