Keine fünf Jahre nach Ende Weltkriegs erschien die Sammlung Gemischte Chöre für Heimatvertriebene unter dem Titel Kein schöner Land… Im Januar 1950 kam bereits die 2. Auflage im Selbstverlag von Hans Ludwig heraus, der die Sätze auch zusammengestellt und bearbeitet hat. Wie aus dem Vorwort von einem Dr. Rinke aus Bonn hervorgeht, kam die Anregung vom Schlesier-Verband Bayern. Walter Rinke war mit Unterbrechungen von 1950 bis 1954 Vorsitzender der Landsmannschaft Schlesien. Als CDU-Bundestagsabgeordneter von 1953 bis 1957 setzte er sich für eine vaterländische Deutschland- und Ostpolitik ein.
Im Vorwort spricht er von sangesfreudigen deutschen Stämmen. Seine Interpretation der jüngsten Geschichte klingt dann so:
„Leider ist vielen von uns das Singen vergangen, besonders nach den Geschehnissen, die im Jahre 1945 begannen.“ Wie bitte? Und was war in den Jahren davor? Heute kaum vorstellbar, dass solche Sätze 1950 schwarz auf weiß gedruckt erscheinen konnten.
Liedbeispiele
Das Lied Mein Schlesierland von Philo vom Walde und Paul Mittmann war bereits 1919 im Apollo-Verlag von Paul Lincke erschienen.