Singsang zu Drehorgel und Zupfgeige, um 1910

Studenten-, Volks-, Soldaten- und Anstichlieder
Lieder zur Drehorgel für Eckneipe und Bierdorf ; 3.-12. Tausend
Autoren/ Hg.
weitere Personen
Ort
Jahr
um
1910
Format
Rücken 15 – 18,5 cm

Infos/Kommentar

Der Titel Singsang zu Drehorgel & Zupfgeige wird in der Vorrede des Herausgebers F. H. Brandt relativiert:
Lieder zur Drehorgel?
So ganz wörtlich ist das freilich nicht zu nehmen, lieber Freund! … Aber die Drehorgel ist ein Symbol. Sie ist das Allerweltsinstrument, das mit derselben Wurschtigkeit den „Pflaumenwalzer“, wie den „Tapfren Lagienka“ [1], die „Neueste Moritat“ und die „Rasenbank am Elterngrab“ zum besten gibt. Ganz egal! Wenn´s nur Spaß macht. Kritik kann ihr nicht imponieren.

Das andere im Titel auftauchende Instrument ist die Gitarre, die hier Zupfgeige genannt wird. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Bezeichnung vor allem auch durch das von Hans Breuer herausgegebene Liederbuch Der Zupfgeigenhansl in aller Munde. Der im Vorwort erwähnte Robert Kothe hatte sich vor allem um die Begleitung von Volksliedern mit der Laute einen Namen gemacht.

Am Ende der vorliegenden Liedsammlung gibt es mehrere Annoncen zu Büchern aus der Verlagsbuchandlung Elwert, darunter für Ein Faßbummel-Liederbuch, das Touristenliederbuch und ein Handbüchlein zum Deutschen Volkslied. Besonders auffällig ist eine Anzeige auf S. 120 für Gitarren aus dem Spezial-Versandgeschäft für Guitarren und Lauten Kurt Neufeldt in Marburg. Die Preise der Instrumente bewegen sich zwischen 11.50 Mark und 48 Mark.

Inhaltsverzeichnis

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[1] Bezieht sich auf das sehr populäre Lied Denkst du daran mein tapferer Lagienka, das auch unter dem Titel Der alte Feldherr bekannt war. Siehe Steinitz II, S. 60 ff.

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