Die hier abgebildeten Anzeigen dienen rein wissenschaftlichen Zwecken zur Dokumentation des Themas „Musik in der Printwerbung“.
Diese Anzeige stammt aus der Zeitschrift Jugend (Nr. 18 vom April 1909, S. 415). Geworben wird für englische Männertextilien, u. a. für einen regendichten Herrenmantel der Marke Patrik-Rainproof. Zuerst dachte ich, der Mann im Regen habe eine Pfeife im Mund. Das merkwürdige Gebilde soll aber anscheinend eine Note darstellen. Singt der gute Mann vielleicht einen Werbeschlager?
Wie sich das Wetter mag gestalten,
Mir ist es gleich;
In meinem Patriks Mantelfalten,
Bin ich im Himmelreich!
Das würde dann auch die rechts oben eingefügten vier Noten erklären. Einen erkennbaren Sinn ergeben die vier Töne nicht, ganz gleich welchen Notenschlüssel man zugrunde legt. Sie sind aber ein Beleg dafür, dass Noten als grafisches Element in Anzeigen bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingesetzt wurden.
Übrigens …
… ist auf der vorherigen Seite eine Annonce mit einer Glocke abgebildet.