Die hier abgebildeten Anzeigen dienen rein wissenschaftlichen Zwecken zur Dokumentation des Themas „Musik in der Printwerbung“.

Bei Blau-Gelb denken die einen an eine politische Partei, andere verbinden damit die Banane mit dem blauen Aufkleber. Die Farbengleichheit ist rein zufällig, es gibt zwischen beiden keine Zusammenhänge.
Ende der 60er-Jahre ist startete die United Fruit mit einer beispiellosen Werbekampagne um die Chiquita auf dem deutschen Markt zu etablieren. Dazu war im Spiegel (4/1968) zu lesen:
Am Blitzfeldzug der Chiquita ließ sich klassische Marken-Strategie studieren. Zuerst hatten die Amerikaner die schwierige Aufgabe gelöst, ihren Südfrüchten ein gleichbleibend auffälliges Äußeres zu geben. Sie züchteten eine besonders große Bananensorte (Mindestlänge: 15 Zentimeter), steckten die grünen Fruchtstauden für den Seetransport aus Südamerika in luftdichte Plastikbeutel, um die Reifung zu verzögern, und ließen die Bananen dann unter Äthylengas binnen ein bis zwei Tagen reifen.
Das Ergebnis waren makellos gelbe Riesenfrüchte, die auch ohne ihre blauen Namensetiketten als Chiquita identifiziert werden konnten. Denn massive Werbung im Fernsehen, in der Presse und in Läden prägte den Verbrauchern das Bild der Superbanane ein (Slogan: „Chiquita — man sieht. daß sie schmeckt“).
In den 70er-Jahren lautete der Slogan: Nur eine Chiquita mit unserem blauen Ding ist eine richtige Chiquita.
Selbst Klein Hänschen wusste schon zwischen Banane und Chiquita zu unterscheiden, wie die Anzeige aus dem Jahre 1973 belegt. Bestens für Werbezwecke geeignet ist Hänschen klein, neben Alle meine Entchen das wohl das bekannteste Kinderlied.