Der Knalleffekt, 1923

„Wenn du nicht kannst, laß´ mich mal...!"
bezeichnet als
Musik von
Text von
Titelblatt von
weitere Personen
Ort
Jahr
1923
Verlags-Nr.
E.K.B. 1078
Anmerkungen
Aspekte

Infos/Kommentar

1908 Musik fuer Alle Heft 4 71 Grünbaum
Fritz Grünbaum, Zeitschrift „Musik für Alle“, Heft 4, 1908, S. 71

Titelblatt von Anto, Lithographie in Gelb, Rot und Schwarz. Eingearbeitet ist das kleine Foto von Fini Weiss.

Der Schlager Der Knalleffekt kam im Inflationsjahr 1923 heraus. Menschen, die unter wirtschaftlicher Not litten und nicht ein und aus wussten, hatten (redensartlich) den Dalles. Diese Redewendung greift Texter Fritz Grünbaum in seiner ersten Strophe auf:

Zwei Freunde saßen einst beim Dalles,
verkauft schon hatten sie rein alles.
Der Rudi lacht: „Hier hilft nur Pump“,
doch Karl, der stöhnt, „Ich bin kein Lump“.
Schon wollt´ er tun sich was zuleide,
als Rudi sprach: „Ich pump’ dir beide!
Das ist doch keine Zauberei,
ich bin ein Lump für zwei“.

Wenn du nicht kannst, laß mich mal (…)
Bist du nicht in der Lage,
so mach´ ich es für dich.
Hauptsach´ ist der Knalleffekt,
wenn du nicht kannst, laß mich!

In der zweiten Strophe dreht sich alles um ein Stelldichein, das darauf hinausläuft: … wenn du nicht kannst, laß mich mal!
Die dritte Strophe gleitet dann weiter ab ins Platte, unter die Gürtellinie.

Fritz Grünbaum und Theo A. Körner haben mehrere Schlager nach diesem Muster herausgebracht (siehe Wenn man allein ist).

1923 Der Knalleffekt Rückseite
Der Knalleffekt, Rückseite

Auf der Rückseite der Notenausgabe finden sich ausgewählte Schlagertitel mit Probetakten aus dem Angebot der Edition Karl Brüll, u. a. von den Textern

  • Wilhelm Sterk,
  • Karl Brüll,
  • Bruno Hardt-Warden,
  • Fritz Rotter,
  • Theobald Tiger (Tucholsky),
  • Richard Rillo,
  • Kurt Robitschek

und den Komponisten

  • Erich Ziegler,
  • Werner Richard Heymann,
  • Robert Stolz,
  • Willy Engel-Berger und
  • Mischa Spoliansky.

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Noten