Ständchen – Horch, horch die Lerch´ im Ätherblau, 1826

Horch! horch! die Lerch' im Ätherblau! Und Phöbus, neu erweckt
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eigene Sammlung
Herkunft Region

Zeitl. Einordnung

1800 – 1900
Rubriken
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Infos/Beschreibung

Ständchen Molitor 13 Doppelkarte
Ständchen Molitor 13 Doppelkarte

Und noch ´nen Ständchen von Schubert: Horch, horch die Lerch´ im Ätherblau, hier als Doppelkarte (Molitors Liederkarte Nr. 13).
Mehr zu den Molitors Liedkarten.

Dieses Ständchen ist nicht zu verwechseln mit dem bekannteren Ständchen Leise flehen meine Lieder.

Schubert schrieb das Lied Horch, horch die Lerch´ 1826, veröffentlicht wurde es aber erst nach seinem Tod von seinem Verleger Anton Diabelli.

Von Shakespeare ist nur die erste Strophe, die zweite und dritte dichtete Johann Anton Friedrich Reil dazu.

Horch! horch! die Lerch‘ im Ätherblau;
Und Phöbus, neu erweckt,
Tränkt seine Rosse mit dem Thau,
Der Blumenkelche deckt;
Der Ringelblume Knospe schleußt
Die goldnen Äuglein auf;
Mit allem, was da reizend heißt,
Du süße Maid, steh auf!
Steh auf! steh auf!

Wenn schon die liebe ganze Nacht
Der Sterne lichtes Heer
Hoch über dir im Wechsel wacht,
So hoffen sie noch mehr,
Daß auch dein Augenstern sie grüßt.
Erwach! Sie warten drauf,
Weil du doch gar so reizend bist;
Du süße Maid, steh auf,
Steh auf, steh auf!

Und wenn dich alles das nicht weckt,
So werde durch den Ton
Der Minne zärtlich aufgeneckt!
O dann erwachst du schon!
Wie oft sie dich ans Fenster trieb,
Das weiß sie, drum steh auf,
Und habe deinen Sänger lieb,
Du süße Maid, steh auf,
Steh auf, steh auf!

HB
Aufnahme mit Fritz Wunderlich