Michel, wer wird denn weinen!, o.J. [nach 1920]

Humoristisch-parodistische Nachklänge zu „Wer wird denn weinen..."
bezeichnet als
Musik von
Text von
Titelblatt von
weitere Personen
Ort
Jahr
um
1920
Verlags-Nr.
G. 912 R.
Anmerkungen
Paul Preil Vorträge No. 10

Infos/Kommentar

Michel wer wird denn weinen Textblatt
Michel, wer wird denn weinen!, Textblatt

Den Erfolg des Schlagers Wer wird denn weinen, wenn man auseinandergeht… von Artur Rebner und Hugo Hirsch im Jahre 1920 kommentierte Paul Preil so:

´S gibt heutzutage so viele Lieder,
Beinahe schon wie Sand am Meer,
und sonderbar, die dümmsten Sachen,
Die werden meistens populär.
In jeder hochmodernen Diele,
In jedem Stübchen und Salon,
Selbst in der kleinsten Bodenklammer,
Ertön´n die Schlager der Saison.

Wer wird denn weinen, wenn man auseinandergeht,
So hört man’s jetzt von morgens früh bis abends spät,
Man sagt: „Auf Wiedersehn!“ – und denkt sich heimlich bloß,
Ach, wärst du diesen Blödsinn nur erst mal wieder los!

Es folgen vier weitere Strophen, die durchaus auch Anspielungen auf die aktuelle politische Lage nach dem Ersten Weltkrieg enthalten.
vollständiger Text

Das Titelblatt zeigt einen schlafmützigen, trotteligen Michel, dem zwei Krokodilstränen heruntertropfen. In den Titel ist ein Foto montiert mit der Unterschrift: Repertoire-Nummer des Humoristen Heinrich Prasch. Der Schauspieler und Komiker Prasch ging 1935 nach Liechtenstein, wo er mit seiner Frau ein Hotel führte. Dazu schrieb der antisemitische Stürmer (1936): Eine bekannte Zufluchtsstätte der Emigranten in Liechtenstein ist der „Vaduzer-Hof“. Seine Inhaber sind die Emigranten Heinrich Prasch und seine jüdische Frau [Gerd, geb. Löwenberg]. Der „Vaduzerhof“ ist zusammen mit dem aus der Rotter-Zeit berühmten „Waldhotel“ der Lieblingsaufenthalt der Mischpoke. Prasch wurde 1941 ausgebürgert, er überlebte die Nazi-Zeit und bekam 1948 seine Staatsbürgerschaft zurück.

Zu Preil siehe auch: Komm, mein Schatz, wir trinken ein Likörchen

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– Noten
– Rückseite Übersicht Verlagsprogramm Gustav Richter