
Die vorliegende erweiterte Ausgabe des Deutschen Frauen Liederbuchs ist 1937 im Bärenreiter-Verlag herausgekommen. Im Inhaltsverzeichnis sind die Veränderungen gegenüber der vorherigen Ausgabe von 1935 kenntlich gemacht.
Die Herausgeberin Erika Steinbach schreibt im Nachwort (verfasst im Sommer 1936):
Nachdem unser „Deutsches Frauenliederbuch“ eine ungeahnte Verbreitung erlangt hat, war es möglich, mit Genehmigung der Reichsfrauenführerin den Umfang durch eine größere Reihe von Liedern zu erweitern, so daß das Büchlein noch besser seine Aufgabe erfüllen kann.
Dieses zweite Exemplar habe ich bei einem Antiquariat online bestellt, weil mich das Geleitwort der Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz-Klink interessiert hat. Doch auch hier wieder: Fehlanzeige!

Waren bei dem Exemplar von 1935 die ersten acht Seiten entfernt worden, so fehlt bei vorliegender Ausgabe nur die Seite mit dem Geleitwort. Vermutlich wurde diese Seite ebenfalls nach dem Krieg entfernt. Der Besitzer des Antiquariats hat die Seite jedenfalls nicht herausgetrennt, wie er mir in einem Telefonat glaubwürdig versichert hat.
Um herauszubekommen, was es mit dieser ominösen Seite auf sich hat, habe ich mir also ein weiteres Exemplar bestellt.
Auf der vorletzten Seite werden vom Bärenreiter-Verlag weiter Liederbücher empfohlen. Dabei fällt die Dominanz von Walther Hensel auf, er wird am Anfang gleich mit vier Titeln angepriesen. Und der Bärenreiter-Verlag beteiligt sich aktiv an der Verbreitung von NS-Ideologie, z. B. mit dem Titel Werkleute singen (Lieder der NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude mit einem Geleitwort von Robert Ley) oder mit dem Klavieralbum Kameraden, wir marschieren (mit den besten Liedern der Bewegung).
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– Nachwort
– Empfehlung weiterer Liederbücher, u. a. von Walther Hensel im Bärenreiter-Verlag