- Ausstellung Das gab´s nur einmal. Die Schlager der 20er Jahre, Wien November 1987 – Februar 1988
- Katalog: Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Herausgeber Franz Patzer.
- Notenblätter aus den Beständen der Wiener Stadt- und Landesbibliothek

Erst 2022 habe ich von der Wiener Ausstellung erfahren, als ich zufällig diesen Katalog im Internet entdeckte. Interessiert hätte mich 1989 die Ausstellung in Wien schon, denn ein Jahr zuvor hatte ich meine Schlager-Titelblätter in der Stadtbibliothek in Hannover gezeigt.
In der 211. Wechselausstellung im Wiener Rathaus wurden Notenblätter aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg bis ins Jahr 1929/30 in 16 Ausstellungsvitrinen präsentiert. Auch wenn man die Ausstellung nicht gesehen hat, kann man sich anhand des Katalogs sehr gut ein Bild machen. Zu jeder Vitrine wird im Katalog der genaue Inhalt angegeben, zu jedem durchnummerierten Notentitel gibt es einen Informationstext. So erfährt man viele Details und Hintergründe zur Schlagerproduktion der 20er-Jahre.
Der Schwerpunkt der Ausstellung lag auf Schlagern von Verlagen aus Wien und Berlin, den beiden Zentren der Unterhaltungsmusik der 20er-Jahre. Die besondere Bedeutung des Wiener Bohême Verlags wird im Katalog mehrfach hervorgehoben.
Die Zusammenstellung der Notentitel besorgte der Mitarbeiter der Bibliothek Johann Ziegler, der auch die Kommentare zu den einzelnen Blättern verfasst hat. In einem einleitenden Text befasst er sich mit dem Schlager-Begriff, der Bedeutung der Schallplattenindustrie für die Verbreitung von Schlagern, den Einflüssen von Tanzmusik und Jazz, den Inhalten von Schlagern und Evergreens und dem Zeitgeist der Zwanziger Jahre.
Das Personen- und Sachregister am Ende der Schrift ist sehr hilfreich.
Gut gewählt und „nostalgische Devise“ (Vorwort) verstanden ist der Titel der Ausstellung Das gab’s nur einmal…
Den Schlager Das gibt’s nur einmal… kennt jeder, und man singt automatisch weiter … das kommt nicht wieder, das ist zu schön, um wahr zu sein. Seine weltweite Popularität hat der frühe Tonfilmschlager (1931) aus dem Film Der Kongreß tanzt einer Frau zu verdanken, die den Titel auch in englischer Sprache gesungen hat: Lilian Harvey.





